Psychotherapie Wien & Bruck an der Leitha                                                                                                                www.kurt-halter.at      

Das Innere-Kinder-Retten nach Gabriele Kahn

Fortbildung in einer schonenden Traumaverarbeitung

In der täglichen psychotherapeutischen Arbeit mit Menschen und all ihren unterschiedlichen Belastungen finden sich in den Biografien häufig traumatisierende Ereignisse.

Trauma-Erfahrungen sind heftige, schwerwiegende, persönlichkeitsprägende Momente. Der Boden wird unter den Füßen weggezogen, die Welt dreht sich um 180 Grad, Todesängste, real oder gefühlt – alles das und noch mehr kann eine solche Erfahrung beinhalten.

Die Psyche reagiert auf das mächtige Trauma-Erleben mit Dissoziierung. Das Überwältigende der Erfahrung wird abgespalten und zeigt sich künftig in einer Vielzahl von Symptomen. Diese reichen über einen sehr breiten Diagnosen-Formenkreis und werden als komplexe posttraumatische Belastungsstörung (kPTBS) beschrieben.

Betroffene suchen eine Psychotherapie auf, um nachhaltig von ihren Symptomen und ihrem Leid befreit zu werden. Niemand jedoch möchte nochmals die überwältigende Ursache in vollem Umfang nacherleben und nachspüren. Das ist gut so und wichtig.

Gabriele Kahn hat mit dem “Innere-Kinder-Retten“ (IKR) eine Therapiemethode entwickelt, die Dissoziierung auf besonders schonende und nachhaltige Art aufhebt. Schonend sowohl für Klient*innen als auch für Therapeut*innen.

Um Therapeut*innen die Methode des IKR zu vermitteln, wird ab Herbst 2026 eine Fortbildung in Wien und Graz angeboten. Die Fortbildung besteht aus drei Seminarblöcken und zwei Vertiefungstagen.

Es ist mir ein besonders Anliegen, diese Methode in der Kollegenschaft zu verbreiten. Dafür sprechen die Rückmeldungen der Klient*innen und deren Entwicklungen nach gelungener Traumaverarbeitung.

Seminar 1: Das Innere-Kinder-Retten

Der schwer belastete dissoziierte Teil wird bei einer Traumatisierung im IKR als „Inneres Kind“ bezeichnet. Dieses Kind wird in einem therapeutisch-imaginativen Vorgang gerettet, in dem das Trauma vom Unbewussten vollständig erfasst wird.

Die Betroffenen nutzen ihre Ressourcen, um ein hilfreiches System von imaginativen Helfern und sicheren Orten vorzubereiten. Anschließend erfolgt nur noch das Beauftragen dieser etablierten Hilfesysteme, die dann im Hintergrund – ohne bewusstes Zutun der Betroffenen – das Trauma bearbeiten.

Das ist der Unterschied zu vielen Ansätzen, in denen „Kinder“ zwar in Sicherheit gebracht werden, diese Nachhaltigkeit aber nicht gegeben ist. Laut Gabriele Kahn ist das Bewusste viel zu sehr daran beteiligt und man erreicht nur das bewusst Erinnerbare.

Das weiterhin bleibende Abgespaltene führt häufig zu einer erneuten Traumadissoziierung. In der Vorgangweise des IKR hingegen wird die Dissoziierung jedoch vollständig und nachhaltig aufgehoben. Diese Vorgangsweise wird an diesem Wochenende demonstriert und in Übungen selbst erfahren.

Seminar 2: Aufhebung der dissoziativen Amnesie

Manche traumatischen Ereignisse sind ihrer Heftigkeit wegen ganz aus dem Bewusstsein verschwunden. Sie zeigen sich nur über Trauma-Folgestörungen.

Mit diesen wird in Therapien oft (zu) lange auf der bewussten Ebene gearbeitet, ohne eine größere Veränderung herbeizuführen.

Gabriele Kahn hat zu der Aufhebung dieser dissoziativen Amnesie eine Methode entwickelt, die Inhalte auf schonende Weise wieder erinnerbar macht. Damit kann nach dem Ursprung etlicher Symptomen gesucht werden, die im Anschluss nachhaltig aufgelöst werden.

Hier wird Auffinden und Auflösen von abgespaltenen Erinnerungen gelehrt, demonstriert und in Übungen auch selbst erfahren.

Seminar 3: IKR und Ego-State-Arbeit

Im Inneren-Kinder-Retten wird genau zwischen dem Trauma-Kind, das aus einem unmittelbaren Trauma-Ereignis entstanden ist, und EGO-States unterschieden, die aus vielen, meist subtraumatischen Einzelereignissen heraus entstanden sind.

EGO-States beinhalten Glaubenssätze oder Selbstüberzeugungen, die sich aus vielen belastenden Situationen gebildet haben und dadurch eine Gesamtlast geworden sind. Erst durch die Kombination der Aufarbeitung einzelner Traumata und der begleitenden Ego States wird die Arbeit nachhaltig.

Am imaginierten “Ort der Inneren Stärken“ wird ausschließlich durch Fokussierung auf die bereits vorhandenen inneren Stärken untersucht, wofür ein EGO-State steht und was zu seiner Entlastung notwendig ist. Dies wird im Workshop demonstriert und in Übungen selbst erfahren.

So können auch (Täter-)Introjekte entschlüsselt und transformiert werden, um deren Destruktivität nachhaltig aufzuheben.

Anwendung und Aufbau der Fortbildung

Mit den in den drei Seminarblöcken beschriebenen Punkten lassen sich alle Traumata behandeln. Die Methode ist vielseitig einsetzbar: Seien es die Folgestörungen einer kPTBS, intrauterine oder geburtliche Traumata, kindliche Vernachlässigung, Spitalsaufenthalt, Unfall etc.

Man kann mit allen Traumata arbeiten, egal wann sie stattgefunden haben, ob in der Kindheit, Jugend oder im erwachsenen Alter. IKR lässt sich unabhängig von der Methode in eine bestehende Psychotherapie integrieren und ist kompatibel mit anderen Methoden zur Traumaverarbeitung, wie EMDR, Brainspotting oder körpertherapeutischen Ansätzen.

Die Fortbildung umfasst drei Teile

  • TEIL 1: Das Innere-Kinder-Retten und damit die Aufhebung der Dissoziierung
  • TEIL 2: Aufhebung der dissoziativen Amnesie. Traumata, die ganz vergessen wurden, werden schonend in Erinnerung gebracht und einer Rettung zugeführt
  • TEIL 3: Differenzierung zwischen Trauma-Kind und belasteten EGO-States. Belastete EGO-States werden ihrer Aufgaben entbunden und destruktive Verhaltensweisen aufgehoben. Die Traumaverarbeitung wird vollständig.

Die Fortbildung ist praxisbezogen und ermöglicht, das Erlernte unmittelbar in der eigenen Arbeit umzusetzen. Dies ist ausdrücklich erwünscht. Zwischen den Seminaren 1, 2 und 3 gibt es jeweils einen Tag zur Vertiefung des Erlernten.

Die Fortbildung wird parallel in Wien und in Graz angeboten. Sie ist eine in sich geschlossene Veranstaltung. Sie findet in kleiner Gruppe von maximal 9 Teilnehmenden statt. Neben dem Trainer werden die einzelnen Module zusätzlich durch IKR-Therapeut*innen begleitet.

Die Fortbildung ist beim ÖBVP als offizielle Fortbildung beantragt. Eine eigene Selbsterfahrung von 6 Sitzungen im IKR parallel zur Fortbildung wird empfohlen (nicht in den Fortbildungskosten enthalten). Eine Liste dazu kann angefragt werden.

Zielgruppe

PsychotherapeutInnen:
Eintragung in die Liste des Bundesministerium

Klinische PsychologInnen
Eintragung in die Liste des Bundesministeriums und Nachweis von 80 Stunden Selbsterfahrung in anerkannten psychotherapeutischen Verfahren.

Ärzt*innen mit dem Diplom „Psy III“, bzw. Fachärzt*innen für Psychiatrie nach der neuen Ausbildungsordnung

Ein Basiswissen zu Trauma und Traumafolgestörungen wird vorausgesetzt.

Orte

  • Wien: Gemeinschaftspraxis 1070 Wien, Bandgasse 34 / Tür 3
  • Graz: TherapieRaum22, Volksgartenstraße 22, 2. Stock, Tür 4, 8020 Graz

Termine

Wien

  • 10.–11. Oktober 2026 – Teil 1
  • 28. November 2026 – Vertiefung Teil 1
  • 23.–24. Jänner 2027 – Teil 2
  • 6. März 2027 – Vertiefung Teil 2
  • 17.–18. April 2027 – Teil 3

Graz

  • 7.–8. November 2026 – Teil 1
  • 12. Dezember 2026 – Vertiefung Teil 1
  • 13.–14. Februar 2027 – Teil 2
  • 13. März 2027 – Vertiefung Teil 2
  • 24.–25. April 2027 – Teil 3

Zeiten (Wien & Graz)

Samstag 9:30–18:00 und Sonntag 9:30–17:00

Kosten

Gesamtkosten: € 1.790,–
Frühbucher: € 1.640,– (bei Anmeldung bis vier Wochen vor Beginn)
(Alle Beträge ohne USt. in Rechnung gestellt.)

Aus Steuergründen können auf Wunsch im Jahr 2026 50% der Gesamtkosten beglichen werden und bis zum Teil 2 in 2027 die restlichen 50%.

Anmeldung / Auskunft

Anmeldung: office@kurt-halter.at
Sie erhalten ein Anmeldeformular.
Organisation: Kurt Halter, +43 699 1767 6666

TEILNAHMEBEDINGUNG:

Sie erhalten ein Anmeldeformular. Nach Einlangen Ihres Anmeldeformulars und mit der Einzahlung des Betrages (oder 50%) erhalten sie eine Anmeldebestätigung.

RÜCKTRITTSBEDINGUNGEN:

Bis zu 2 Wochen nach Eingang des Betrages, können sie kostenlos zurücktreten. Danach wird eine Bearbeitungsgebühr von € 50,– einbehalten. Bei Rücktritt vom 50. bis zum bis 21. Tag werden 50 Prozent der Kursgebühr in Rechnung gestellt. Ab dem 20. Tag vor Kursbeginn wird der volle Betrag geltend gemacht (auch bei der 50%-Regelung).

Aktuellen Flyer (PDF) hier öffnen / herunterladen







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Themen: Gesprächstherapie, Wien, Bruck an der Leitha, Klientenzentrierte Psychotherapie, Carl Rogers, Therapeut, Klient, empathisches Zuhören, bedingungsfreie Wertschätzung, authentische Gesprächsführung, ins Reine kommen





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