Somatische Traumatherapie

Trauma ist keine Krankheit, sondern ein unvollständiger – im so genannten „Todstellreflex“ stecken gebliebener – neurobiologischer Überlebensprozess. Ein Teil der im Schock mobilisierten Energie bleibt wie eingefroren im Nervensystem gebunden. Symptome, die auch erst Jahre oder Jahrzehnte später entstehen können, sind unter anderem: Versagens- und Schuldgefühle, Ängste, Depressionen, Suchtverhalten und Stresssymptome.

 

Traumatisierend sind nicht nur massive Ereignisse wie Katastrophen und Gewalterfahrungen, sondern kann jedes Ereignis sein, das als überwältigend erlebt wird! Dazu gehören auch viele oft als alltäglich angesehene Ereignisse, die nicht beachtet werden, (z.B. Unfälle, Operationen, Krankenhausaufenthalte als Kleinkind u.a.)

 

Somatische Traumatherapie heilt das Trauma an seiner neurobiologischen Wurzel. Sie unterstützt den traumatisierten Organismus dabei, den steckengebliebenen Überlebensprozess zu Ende zu führen, sodass sich Hyperaktivierung, Starre und Fixierung auf das traumatische Ereignis vorsichtig über den Körper auflösen können.

 

Dieser Ansatz ist für mich eine wertvolle Ergänzung in meiner psychotherapeutischen Arbeit. Wobei ich herauszufinden versuche ob die Symptome mit der man zu mir kommt mehr aus traumatischen Erfahrungen stammen oder aus der Lebensgeschichte und Familienherkunft herrühren. Je nachdem richte ich meine Herangehensweise aus.

 

Buchtip: Peter A. Levine, Traumaheilung, Essen 1998